respekTiere e.V. - Newsletter Ausgabe 10 - Oktober 2025


Liebe Freunde und Unterstützer von respekTiere!

Die Temperaturen sinken, die Blätter färben sich bunt – der Herbst ist da und mit ihm die perfekte Zeit für lange Spaziergänge durch raschelndes Laub. Und danach? Eine heiße Tasse Tee, die Füße hochlegen und in aller Ruhe unseren neuen Newsletter lesen…

Diesmal stellen wir Euch einen ganz besonderen Neuankömmling im Rifugio vor, der die Herzen im Sturm erobern kann, sowie auch unsere beiden zarten Seelen Zia & Zoe, die auf ihr Stück vom großen Glück warten. Außerdem geben wir Euch spannende Einblicke zum Thema Angsthund – und warum gerade sie eine Chance als wunderbarer Begleiter verdient haben.

Viel Spaß beim Lesen und Schauen! Euer respekTiere e.V. Team


1. Hunde des Monats:

Zia & Zoe - zwei Schwestern auf der Suche nach ihrem Glück

Seit dem Sommer 2019 leben die beiden schwarzen Schönheiten Zia und Zoe im Rifugio. Als Welpen kamen sie voller Neugier und Lebensfreude zu uns – doch während vier ihrer Geschwister längst ein liebevolles Zuhause in Deutschland gefunden haben, blieb den beiden dieses Glück bislang verwehrt.

Zia und Zoe sind sensible Hundeseelen, die den Menschen lieber aus sicherer Entfernung beobachten. Fremden gegenüber sind sie zurückhaltend, vertrauten Personen schenken sie jedoch langsam ihr Herz. Das bunte Leben in einer Familie, gemeinsame Spaziergänge oder Streicheleinheiten auf dem Sofa – all das kennen sie noch nicht.


Umso wichtiger ist es, dass ihre zukünftigen Menschen Geduld, Einfühlungsvermögen und Erfahrung mit schüchternen Hunden mitbringen. Menschen, die nichts erzwingen, sondern Zia und Zoe in ihrem Tempo ankommen lassen. Ein souveräner Ersthund könnte den beiden zusätzlich Sicherheit geben. Mit ihren Artgenossen sind sie hier im Rifugio absolut verträglich. Die beiden müssen nicht zwangsläufig zusammen vermittelt werden.
Zia und Zoe wünschen sich so sehr, endlich anzukommen – bei Menschen, die sie so lieben, wie sie sind, und die ihnen zeigen, dass das Leben noch so viel Schönes bereithält. Gerade schüchterne, schwarze Hunde haben es oft schwer, ein Zuhause zu finden, aber wir geben die Hoffnung nicht auf!


Vielleicht willst Du (einer der) beiden dieses große Glück schenken?


2. Hier sind unsere hoffnungsvollen „NEUEN“

Sardinien:

Ende September kam ein besonderer Welpe ins Rifugio – Quenelle – ein dreimonatiger Mischlingsrüde aus Aglientu. Mit seinen 38 cm und 11,2 kg ist er noch klein, aber sein Herz ist jetzt schon riesig. Seine Mischung aus Australian Shepherd und Fonnese macht ihn zu einem intelligenten, mutigen und sensiblen Wegbegleiter.
Aktuell warten im Rifugio und bei unserer Kooperationspartnerin Rossella 24 Hunde auf passende Anfragen und sind bis zur Vermittlung dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Bitte helft ihnen mit einem Ticket ins Leben!

Hilfe! Viele Futternäpfe bleiben leer! Bitte denk an unsere Futternapfaktion: Jede Futterspende hilft! Du kannst einen Futternapf für einen Monat füllen, für nur 40 €.
(Natürlich bleiben die Näpfe unserer Rifugio-Bewohner nicht wirklich leer, aber auf Dauer sind wir auf Eure Spenden angewiesen, um die Versorgung der Hunde sicherzustellen.)
Hier kannst Du sehen, welche Näpfe sonst noch gefüllt werden müssen: Futternapfspende

So einfach kannst Du helfen: Überweise Deine Spende mit dem Verwendungszweck:

„Futternapf – [NAME DES HUNDES]“ an:

Kontoinhaber: respekTiere e.V.
Niederrheinische Sparkasse RheinLippe
BIC: WELADED1WES
IBAN: DE40 3565 0000 0001 0543 29

oder über das
Online-Spendenformular, mittels PDF zum Ausdrucken und Ausfüllen, oder mit PayPal.

Deutschland:

Neu in Deutschland ist seit Ende September Ermes: Seit zwei Wochen lebt Ermes in Schliersee und hat sich wunderbar eingelebt. Er teilt sein Zuhause mit zwei Kindern und einer Hündin. Seine Pflegestelle beschreibt ihn als Sonnenschein: freundlich, kinderlieb und jedem Menschen gegenüber offen und herzlich.

Zeb und Maya H warten immer noch auf ihre Familien.
Hier findet Ihr unsere Hunde in Deutschland:
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3. Der nächste Transport nach Deutschland

Am 24.10.2025 dürfen sich wieder Rifugiobewohner auf den Weg nach Deutschland machen. Nando freut sich schon, denn er hat ein Ticket nach Deutschland ergattert und ein Körbchen in Aussicht.

Ganz besonders dringend wünschen sich Frisbee, Cavour und Jungle, dass sie mitfahren dürfen. Sie betteln regelmäßig sehr eindringlich um menschliche Nähe.

Am 21.11.2025 ist der vorletzte Transport in diesem Jahr geplant.

Wenn ihr gerade einen Platz frei und genügend Zeit habt, um einem Hund ein Sprungbrett in eine gute Zukunft zu geben, dann meldet euch bitte bei uns.



4. ++++ Newsticker ++++

+++ Nachdem wir im August vom Bedarf an robusten Hundespielzeugen berichtet hatten, hat eine unserer Leserinnen kurzerhand ein Geschenkpaket auf den Weg gebracht, das inzwischen im Rifugio eingetroffen ist. Vielen lieben Dank! +++ Jim wurde von einem französischen Pärchen adoptiert, welche im Rifugio als Volontäre ihr Herz an Jim verloren haben +++ John wurde von einer Mitarbeiterin von respekTiere in Pflege genommen, mit Aufsicht auf Adoption. Inzwischen ist klar, dass er für immer bleiben darf. +++ Nami wurde von ihrer Pflegestelle adoptiert. +++ Ermes hat eine Pflegestelle in Deutschland gefunden. +++ Unfallopfer Orso ist nun bald so weit genesen, dass er die Reise nach Deutschland antreten kann. Ab sofort suchen wir ein tolles Für-Immer-Zuhause für ihn. Orso hat bereits eine Pflegestelle in Deutschland in Aussicht, zu der er, wenn es ihm weiterhin immer besser geht, voraussichtlich Ende November reisen darf.+++ Elena ist zurück aus ihrer Elternzeit und arbeitet als Fachkraft für die Hunde vorerst noch in Teilzeit wieder im Rifugio mit. +++ Die beiden Senioren Junior und Khim, die nach dem Tod ihres Besitzers vorübergehend im Rifugio untergebracht waren, wurden kürzlich, wie verabredet, von einem Bekannten des Verstorbenen aufgenommen und haben somit wieder ein richtiges Zuhause. Auch gesundheitlich geht es Junior wieder gut. +++ Für unsere Wanderungen in Berlin und Haundorf gab es leider keine Anmeldungen. Dafür hatten in Römerberg 14 Menschen und 11 Hunde einen wunderschönen Tag und freuen sich schon auf das nächste Mal. +++









5. Einblicke in …

… Angsthunde – Herausforderung und Chance zugleich

Vom Angsthund zum Glückshund – vier Geschichten, die Mut machen

Was Angst bei Hunden bedeutet


Angst ist kein Charakterfehler, sondern eine natürliche Reaktion auf Unsicherheit. Bei Hunden – wie auch bei uns Menschen – dient sie dem Schutz. Doch wenn die Angst überhandnimmt, kann sie den Alltag stark einschränken.
Viele Hunde aus dem Tierschutz, insbesondere aus dem Ausland, bringen solche Ängste mit. Unbekannte Umgebungen, plötzliche Geräusche oder schnelle Bewegungen können sie verunsichern. Manche reagieren mit Rückzug, andere mit Fluchtverhalten.

In der Tierschutzarbeit hat sich für solche Hunde der Begriff Angsthund eingebürgert – doch er ist nicht eindeutig definiert. Nicht jeder vorsichtige oder schüchterne Hund ist automatisch ein „Angsthund“. Oft braucht es einfach nur Zeit, Sicherheit und eine klare, liebevolle Führung, um Unsicherheit zu Vertrauen werden zu lassen.

Warum Angst entsteht

Die Ursachen für Angstverhalten sind vielfältig. Ein Mangel an positiven Erfahrungen in der Welpenzeit, traumatische Erlebnisse oder ein reizarmes Umfeld spielen eine Rolle. Manche Hunde haben eine genetische Veranlagung zu größerer Sensibilität. Doch unabhängig von der Ursache gilt: Angst ist immer individuell. Was für uns alltäglich wirkt – ein Staubsauger, eine flatternde Jacke, ein fremder Mann mit tiefer Stimme – kann für einen Hund eine bedrohliche Situation darstellen.


Vier Gesichter der Hoffnung – Brenda, Bianca, Polda und Frank

Hinter dem Begriff Angsthund stehen echte Lebensgeschichten. Vier davon möchten wir erzählen – Geschichten, die zeigen, dass Vertrauen wachsen kann und Veränderung möglich ist.

Brenda – heute Neva genannt

Brenda verbrachte viele Jahre im Rifugio Arca Sarda, bevor sie endlich zu einer Pflegestelle reisen durfte. Anfangs vorsichtig, beobachtend, zögerlich – doch mit jedem Tag wuchs ihr Mut. Ihre Pflegestelle berichtete, wie Brenda plötzlich Freude an Spaziergängen fand, lernte, ins Auto zu springen und schließlich begann, das Leben zu genießen.

Heute lebt sie als Neva mit zwei Hundefreunden in Rheinland-Pfalz, erkundet die Weinberge und hat ihren Platz in einer liebevollen Familie gefunden. Ein Hund, der einst als „schwierig“ galt, zeigt nun, wie viel Vertrauen entstehen kann, wenn man Geduld schenkt.

Nevas Happy End lesen

Bianca – die Feinfühlige

Bianca war anfangs sehr geräuschempfindlich und reagierte auf jedes neue Geräusch mit Rückzug. Doch ihre Familie nahm sich die Zeit, ihr die Welt in kleinen Schritten zu zeigen. Mit Ruhe, Routinen und viel Nähe lernte Bianca, dass das Leben außerhalb ihres sicheren Platzes nicht bedrohlich sein muss.
Heute kuschelt sie gerne, sucht den Kontakt zu ihren Menschen und vergisst manchmal ganz, dass sie sich eigentlich fürchtet.

Biancas Happy End lesen

Polda – Schritt für Schritt ins neue Leben

Auch Polda war lange im Rifugio und musste das Leben in einer Familie erst kennenlernen. In ihrem neuen Zuhause zeigte sie schnell, wie klug und sensibel sie ist. Anfangs wagte sie sich kaum über den Gartenzaun hinaus – jeder Spaziergang war ein Abenteuer. Doch mit liebevoller Begleitung lernte sie, dass die Welt dort draußen Spannendes bereithält.

Heute lebt sie entspannt in Kleve, liebt Schnüffelspiele und hat ihr Herz für das Familienleben entdeckt.

Poldas Happy End lesen

Frank - jetzt Frodo, der Clown

Frank, heute Frodo, kam im Januar 2022 nach Deutschland und hat sich in seiner neuen Familie zu einem lebensfrohen Hund entwickelt. Aus dem zurückhaltenden Rüden, der einst den Menschen misstraute, wurde ein neugieriger, verschmuster Gefährte, der sich eng an seine Menschen bindet.
Er zeigt, dass selbst tief verwurzelte Ängste weichen können, wenn man einem Hund Raum und Vertrauen schenkt. Heute bringt Frodo seine Familie täglich zum Lachen – und zeigt, dass auch Angsthunde Clowns sein dürfen.

Frodos Happy End lesen

Worauf Adoptanten achten sollten

Wer einem schüchternen oder ängstlichen Hund ein Zuhause schenkt, übernimmt eine besondere Verantwortung – und zugleich eine sehr bereichernde Aufgabe. Damit der Start ins neue Leben gelingt, helfen ein paar grundlegende Prinzipien:

Sicherheit schaffen: Haus und Garten sollten unbedingt ausbruchsicher sein. Türen und Tore stets geschlossen halten und bei Spaziergängen ein Sicherheitsgeschirr verwenden.
Rituale etablieren: Klare Abläufe geben Orientierung und schaffen Vertrauen. Wiederkehrende Strukturen im Alltag vermitteln Sicherheit.
Rückzug ermöglichen: Ein fester, ruhiger Platz, an den sich der Hund unbeobachtet zurückziehen darf, sorgt für Ruhe und Erholung.
Tempo des Hundes akzeptieren: Der Hund bestimmt, wann er Nähe zulässt. Druck oder Zwang erzeugen Angst – Geduld hingegen fördert Vertrauen.
Erfolge feiern: Jeder kleine Fortschritt zählt. Ein Blick, ein kurzes Schwanzwedeln, eine entspannte Körperhaltung – all das sind große Schritte auf dem Weg zu Sicherheit und Bindung.
Unterstützung annehmen: Professionelle Begleitung durch erfahrene Hundetrainer oder Verhaltenstherapeuten kann wertvolle Hilfe bieten und Missverständnisse verhindern.

Geduld, Vertrauen, Liebe

Angsthunde sind keine hoffnungslosen Fälle. Sie sind Hunde, die gelernt haben, vorsichtig zu sein – und die wieder lernen dürfen, zu vertrauen. Mit Ruhe, Verlässlichkeit und Zuneigung entwickeln sie sich oft zu besonders treuen Begleitern.

Jede kleine Geste, jedes langsame Schwanzwedeln, jeder Blick voller Vertrauen ist ein Geschenk.

Brenda, Bianca, Polda und Frank erinnern uns daran, dass es sich lohnt, den leisen Hunden eine Stimme zu geben - und eine zweite Chance.

... Aktuelle Themen rund um den Hund mit anerkannten Experten

Einige von Euch kennen ihn sicher bereits: den kostenlosen Online-Hundekongress. In diesem Jahr findet er vom 14. – 19. November statt und ist für uns besonders interessant, denn 2025 gibt es zwei Schwerpunktthemen: “Tierschutz, inklusive Auslandstierschutz” sowie “Nachhaltig leben – mit Hund".
Hier findet Ihr spannende Informationen und könnt Euch anmelden, um kostenlos dabei zu sein:

Der kostenlose Online-Hundekongress – Das Original

... unsere Hunderunde

Kennt Ihr schon unsere „Hunderunde“ auf Facebook? In der Hunderunde tauschen sich Hundebesitzer über das Leben mit ihren Vierbeinern aus, es gibt interessante Informationen für Hundebesitzer und man kann z. B. auch Geschwister oder ehemalige Mitbewohner des eigenen Hundes finden und sich mit deren Besitzern austauschen. Schaut doch mal rein:




6. Ein Lächeln zum Schluss ...

Vom Angsthasen zum Chauffeur!

Früher zitterte John schon beim Gedanken ans Autofahren – heute ist er kaum zu bremsen! Statt auf seinen Platz zu springen, sitzt er plötzlich hinter dem Lenkrad! Offenbar hat John beschlossen: Wenn er schon reisen muss, dann bitteschön am Steuer.




Sandro ist mit seinen Hundefreundinnen und Julia Pilze sammeln, doch hat er andere Dinge im Sinn…

Wir bedanken uns bei Euch, liebe Leserinnen und Leser, und würden uns auch über Eure Gedanken, Ideen und Geschichten zum Lächeln freuen.

Rückmeldungen bitte an:
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Euer respekTiere e.V. - Team



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